Olympiarolle und Pomade - Haare in den 30er-Jahren
Damen und Herren zeigten sich in den 30er-Jahren gleichermaßen eitel, wenn es um den natürlichen Kopfschmuck ging: eine gepflegte Frisur war wichtig.
Bei den Herren bedeutete dies in erster Linie den Gebrauch eines Hilfsmittels, das heute weithin als verschrien gilt: die Pomade. In den 30er-Jahren war sie für den Herren von Welt jedoch ein absolutes Muss. Den schlechten Ruf bekam die Pomade übrigens erst während des Krieges, als ersatzweise für echte Pomade oft Schmiermittel jeglicher Art verwendet wurden. Ansonsten trugen die Herren ihre Haare kurz.

Bei den Damen rettete sich die klassische Wasserwelle aus den 20er-Jahren auch in das neue Jahrzehnt hinüber. Die mit Klammern gelegten Wellen in den schulterlangen Haaren hielten sich noch so lange, bis eine neue Erfindung ihnen das vorläufige Aus bescherte: die Dauerwelle. Aber auch in den 30er-Jahren sorgten zahlreiche neue Hilfsmittel wie Trockenhauben oder elektrische Haarschneidemaschinen für große Erleichterungen vor dem Frisiertisch.
Eine weitere klassische Modefrisur der 30er-Jahre war die sogenannte Olympiarolle. Hierfür wurden die Haare lang in den Nacken gekämmt und anschließend nach außen hin eingerollt. Ab Mitte der 30er-Jahre war es in Mode, sich zusätzlich dazu auch den Pony in kleine Löckchen zu drehen.